Donnerstag, 23. September 2010

Sommernachlese

So, ich würde sagen pünktlich zum Wochenende, wo der Sommer mit dem Sommernachtreffen in Münchehofe noch einmal gebührend bejubelt und beendet wird und ich gut ein Dutzend Weibsen unter meine Fittiche nehmen darf *froi* hier noch das Nostalgievideo 2010, fast noch frisch aus den Händen von S.Furz.

> Einfach runterladen und ankieken.

Und falls jemand spontan Lust auf solchen fortgeschrittenen Schwachsinn bekommen hat und bei uns in die Lehre gehen will, kann sich gern HIER als Betreuer bewerben oder HIER seine jüngeren, minderjährigen Verwandten und Bekannten anmelden *Werbetrommel rühr*.

Mittwoch, 22. September 2010

Sicherer ePerso *hust*

So, ich komme mal wieder meinem mir selbst gegebenen Bildungsauftrag nach - heute: Der ePerso.

Natürlich fand der CCC im Vorhinein diverse Sicherheitslücken. Und die sind nicht wirklich theoretisch, sondern bieten ein verdammt gruseliges Angriffszenario. Die komplette Geschichte wurde auf Netzpolitik.org gut zusammengefasst:

- netzpolitik.org, "Neue Sicherheitslücken beim elektronischen Personalausweis", 22.09.2010

Reading:
Lewis Carroll - Alice im Wunderland (irgendwie werd ich damit nicht richtig warm...)

Dienstag, 21. September 2010

Schild des Tages

Hihihihi... Ich mag OSM:

Verschlungen

Ist uns auf einem LostPlace beinahe die vermutlich unbekannteste heimische Schlangenart unter die Füße geraten - eine Würgeschlange in unseren Breiten war mir jedenfalls in der Tat nicht bekannt. Darf ich vorstellen: Die Schlingnatter:

Samstag, 18. September 2010

Globaler Antisemitismus?

Auf xTown.net findet sich heute ein sehr lesenswerter, verdammt nachdenklich stimmender Artikel über die Meinung zu Isreal auf der Welt:

Ich sagte wahrheitsgemäß, dass ich mich nicht für die Taten meiner Großeltern rechtfertigen werde, sondern der Ansicht sei, dass das, was damals passiert sei, ein großer Fehler… ” Weiter kam ich nicht: “Aber mal ehrlich: Ihr Deutschen habt das richtig gemacht”, unterbrach mich er, Mitte sechzig, Typ Jeff Bridges, “die sollte man alle vergasen.” Das hat er tatsächlich gesagt: Vergasen. Mir fiel fast mein Glas aus der Hand. “Die Finanzkrise, das waren doch die Juden.” Krude Verschwörungstheorien mischten sich mit blankem Unwissen, wilde Theorien über die Hamas folgten: “Diese Menschen wollen nur ihre Freiheit. Das sind die Ureinwohner da, die werden unterdrückt. Die Bomben sind ihr gutes Recht.” Seine Freundin stimmte ihm zu: “Die kontrollieren doch die USA!” Warum er so etwas sage, fragte ich. Die Antwort war, nunja, interessant: “Die Juden blieben damals in England zuhause und als mein Vater aus dem Krieg für die Rettung der Juden zurückkam, war meine Mutter mit einem Juden durchgebrannt.” Sein Ziehvater also, was wohl Freud gefreut hätte. Wohlgemerkt: Diese Worte kamen aus dem Mund zweier weißer Australiers, Angehörigen eines Staates also, der seine eigenen Ureinwohner, die Arborigines, bis weit in die Neuzeit offiziell und bis heute inoffiziell als Untermenschen und Wilde behandelt. Was er wohl tun würde, wenn die Arborigines sich in die “Freiheit” bomben und eine Gottesstaat errichten wollten?

[...]

Ich traf auf meiner Reise immer wieder die gleichen Typen, mal aus Spanien, mal aus Norwegen, mal aus der Schweiz, Frankreich oder Tschechien. Und immer wieder hatte jeder eine Meinung zum Nahostkonflikt und immer waren es die Israelis, die Schuld an dem Dilemma waren. Andere Krisen- und Armutsherde der Welt, Darfur etwa, Nordkorea, Kuba, Haiti, Kolumbien, Kongo? Oft unbekannt, nicht selten falsch informiert, denn kam die Sprache auf Kuba, wurde – natürlich – das HERVORRAGENDE Gesundheitssystem und die guten Cocktails gelobt. Und am 11. September waren – natürlich – auch die Juden schuld.

Reading:
Sue Townsend - Das Intimleben des Adrian Mole, 13¾ Jahre

Dienstag, 14. September 2010

BILD-Hetze

taz: Warum gibt es in Ihrem Kiosk beziehungsweise Ihrer Bäckerei seit einer Woche keine Bild-Zeitung mehr?

Winfried Buck: Das lag an der Ausgabe von vorletztem Samstag, mit Sarrazin auf dem Titel und dem, was man in Deutschland doch wohl noch sagen dürfe. Die Aussagen waren so extrem rassistisch, populistisch und ausländerfeindlich, dass ich daraufhin die Bild-Zeitung wutentbrannt aus dem Programm genommen habe.

André Krause: Die Bild-Zeitung hat für mich Stürmer-Qualität. Es geht immer gegen die Hartz-4-Empfänger und die Migranten. Ich wollte die Zeitung schon vor zwei Jahren rausnehmen, aber da war ich relativ neu hier und habe sie mit geballter Faust in der Tasche weiter verkauft. Aber als ich die Aktion meines Nachbarn gesehen habe, war für mich klar: Jetzt ist Schluss.

[...]

André Krause: Die Reaktionen der Kunden sind zu 99,5 % positiv. Und viele Passanten, die mein Plakat lesen, kommen rein, halten ein bis zwei Daumen hoch und gehen wieder raus. Ein Kunde starrte minutenlang fassungslos auf das Plakat. Zwei junge Frauen kamen rein und sagten: "Wow, darüber haben wir ja noch nie nachgedacht." Und die Nachbarn sagen alle: "Happy Birthday, viel Erfolg!" Beschwert haben sich vielleicht fünf, sechs Leute.

Winfried Buck: Das ist bei mir ähnlich. Manche Leute verlassen auch völlig verwirrt diesen Laden, weil es die Zeitung hier nicht mehr gibt. Erschreckenderweise haben aber auch einige Kunden gesagt: "Es stimmt doch, dass wir hier zu viele Ausländer haben". Das, was die Zeitung erreichen will, kommt anscheinend bei ihnen an. Die gehen dann nebenan zum Bäcker, aber kriegen die Bild-Zeitung da auch nicht. Das hat schon eine größere Wirkung, als wenn das nur einer alleine macht.

André Krause: Im gepflasterten Teil der Ottenser Hauptstraße gibt es jetzt gar keine Bild-Zeitung mehr. Die erste gibt es erst wieder in dem Kiosk mit türkischen Inhabern am Anfang der Straße. Das ist die Ironie der Geschichte.

Sehr coole Aktion. Von mir virtuell 100 Daumen in den gepflasterten Teil der Ottenser Hauptstraße, Hamburg (?).

++++++++

Und wo wir gerade beim BILD-Bashing sind, hier noch einer vom Wortvogel:



"Kinder und Jugendliche werden so immer früher mit Sexualität konfrontiert! Folge: ein völlig verzerrtes Bild von Sexualität, das Kinder anfällig macht für sexuelle Gewalt."


(Stephanie zu Guttenberg, heute in BILD)


Unnötiger Weise macht er dann noch auf die Erotiksparte am Ende der bild.de-Hauptseite aufmerksam, die aber - gelinde gesagt - nichts ist gegen das komplette Erotikangebot, auf das man von dort gelinkt wird...

Samstag, 11. September 2010

Definition: "Geocacher" (Update)

*ROFL* Hab ich grad im "Grünen Forum" gefunden. Herrlich, besser hätt ichs auch nicht sagen können. Das ganze ist übrigens die Reaktion auf eine Anfängeranfrage:

Du hast es hier mit Menschen zu tun, die Nachts mit der Taschenlampe durch den Wald schleichen, sich in der Stadt vor jeder Ecke durch einen Blick über die Schulter vergewissern, das sie weder verfolgt noch beobachtet werden und die sich nichts Aufregenderes vorstellen können, als sich am Wochenende von einer Brücke abzuseilen, auf einen Baum zu klettern oder sich bei einem Bier und einer Bratwurst mit Artgenossen gegenseitig zu erzählen, wie sie sich letztes Wochenende von einer Brücke abgeseilt haben oder auf einen Baum geklettert sind.
In ihren Foren wird auch auf knapp Tausend Seiten erklärt, (aufgepasst!) das Taschenlampen helles Licht machen (ja wahnsinn, oder?) und zum Beweis sieht man Fotos von einer weissen Wand mit einem Lichtkreis darauf.

Update (13.09.2010):


WARNING: Spoilers may be included!

Und was habe ich das WE getan?
Richtiiig. Auf nen Baum geklettert und danach einigen Artgenossen bei einer Currywurst davon erzählt.
Und das nicht mal geplant. Fiel mir nur gerade auf *gg*

[Bilder by TheFrühtau]

Mittwoch, 8. September 2010

Ein Weltbild bricht zusammen

Deutsche Internet-Anwender haben offenbar weniger Hemmungen, in sozialen Netzwerken eine falsche Identität zu benutzen. Einer von Symantec in Auftrag gegebenen Studie unter mehr als 7000 Anwendern zufolge haben 53 Prozent der Deutschen auf sozialen Netzwerken wie Facebook schon einmal falsche Angaben gemacht. Damit rangiert Deutschland bei der in 18 Ländern durchgeführten Studie weit vorn: Weltweit sollen sich lediglich 33 Prozent der Befragten einer fremden Identität bedienen. Die Motivation der Schwindelei liegt laut Symantec auf der Hand: Der Schutz der echten Identität, um weniger anfällig für Belästigungen zu sein.

*schockiert is* Neeeein. Ist das so? Jetzt echt? Sowas machen die? Un-fass-bar...

*räusper* Mal ehrlich, das gehört doch eher in die Rubrik "Sinnlose Geldverschwendung, fragen Sie jemanden auf der Straße". Wen bitte überrascht denn diese Meldung? Warum muss man denn da eine Studie für machen...

Montag, 6. September 2010

Failed System

Erinnert ihr euch an den Typen, der eine GPS-Wanze an seinem Auto gefunden hatte, für die sich keine Behörde zuständig erklären wollte? Der die Wanze dann versteigert hat und den sie dann wegen Hehlerei belangen wollten?

Nun, der Bundesgerichtshof hatte die Durchsuchung seiner Wohnung für illegal erklärt (Überraschung!). Klingt wie ein Sieg, ist es aber nicht, denn Entschädigung gibt es nur für legale Razzien. WTF! Meine Fantasie reicht regelmäßig nicht, um die neuen Absurditäten unseres Systems auch nur vorherzusagen. Das ist ja wohl eine Schweinerei sondergleichen.

[blog.fefe.de, 05.09.2010]

Den Sachverhalt muss man sich mal Wort für Wort durch den Kopf gehen lassen. Da hab ich Fefe ja sowas von gar nix mehr hinzuzufügen...

Ausgeräuchert


Wer "Die Ofenfrische" kennt, kennt auch diesen Pappboden, der da immer unter der Pizza klebt. Nun ja, und wenn man den nicht abmacht und stattdessen 30min bei 200°C bäckt, der findet dann folgendes Szenario vor.

Backzeit vorbei. Pizza kann raus. .oO("Hm, Ofen ist zwar dreckig, aber so gestunken hat er noch nie. Naja, mal Zeit fürne Tiefenreinigung.").

Küchentür auf. .oO("Boah....")

Ofen auf. .oO("Verdammt, wo ist die Gasmaske?!") Qualm von der Dichte eines Vulkanausbruchs entfleucht und es dauert keine 2 Sekunden, bis die Küche zugeräuchert ist.


Küchenfenster auf.


Pizza raus.


Licht aus.

Licht aus!


Licht aus? .oO("Ist das normal, dass der Ofen glüht?")


Licht an. .oO("Uups, ist das etwa Pappe, die da gerade abfackelt?")


Pappe raus, löschen.


Pizza auf den Tisch. Der Qualm hat es jetzt auch geschafft, diesen zu erreichen und hat damit erfolgreich die ganze Wohnung verräuchert.

Wohnzimmerfenster auf.


Pizza essen. .oO(*würg* "Ob man 3mm dicken Kohleboden essen kann?")


Nach einem Drittel Pizza aufgegeben.


Sieben Sachen gepackt und Nachtcachen gegangen.


-- über 6 Stunden später, 2:30h --

Wohnungstür auf. *würg*

Ins Bett und Decke übern Kopf.


5:00h: Nach erfolgreichem Nichteinschlafen auf die Idee kommen, sich Tigerbalm aufs Bett und in den Schlafanzug zu schmieren. Besser Eukalyptus als Qualm riechen.


6:30h: Einschlafen


8:45h: Handyklingeln


Nicht wieder eingeschlafen, da 9:30h eh wieder Cachen auf der Tagesordnung stand.


Zweitschlüssel eingepackt, TS in die Hand gedrückt. ("Ich muss fliehen, bitte 1x am Tag vorbei gehen, hab Fenster offen.")


Später noch Rossmann mit mehreren Händen voll Reinigungschemikalien verlassen und die Raumpflegesachen und -düfte verteilt, Backofen eingeweicht und dann nix wie weg. Ich mach 5 Tage Elternurlaub. Muddern durfte auch schon die frisch gewaschene Wäsche, die in meiner Küche zum Trocknen hin nochmal waschen *grml*

TS hat gestern angerufen und meint, es stinkt immernoch erbärmlich. Verdammt... Und dies ist also die Geschichte, wie ich mich selbst ausgeräuchert habe *gg*

Nachspann:
Das alles wäre nicht ganz so schlimm, wenn ich nicht die Pizza für Besuch gemacht hätte, der das ganze WE bleiben wollte und sich drauf freute. Aber diese Nacht konnte sie zwar immerhin schlafen, aber grottenschlecht. Und so musste ich sie spontan ausladen. Tut mir unendlichst leid, L.li... Wiederholen wir aber sicher, versprochen!